Eine Zeittafel

1124

Papst Calixtus II. bestätigt dem Kloster Rastede seine Besitzungen u. a.

in Quilechorne und Widagheshude. (Oldenburger Urkundenb. Bd. IV

Nr. 2)

 

1158

Papst Hadrian erneuert diese Urkunde von 1124 für denAbt Donatian.

(Oldenburger Urkundenb. Bd.IV Nr. 5)

 

1190

Das Kloster Rastede läßt sich von Papst Clemens III. noch einmal den

Besitz bestätigen.

 

1257

Der Erzbischof Gerhard II. von Bremen bestätigt die dem Kloster

Lilienthal verliehenen Privilegien: in Quelechhorne zwei Stader Maß

Gerste, die Ritter Berthold von Otterstede dem Abt von Rastede aufge

lassen hatte und die dieser Lilienthal übergab. (Regesten der Bremer

Erzbischöfe Nr. 1051)

 

1267

Wilhelm von Rastede schenkt auf Ersuchen des Erzbischofs Hildebold

von Bremen dem Kloster Lilienthal fünf Häuser in Quelkhorn. (Urkun-

denverzeichnis Hannover 57)

 

1272

Das Kloster Osterholz verzichtet auf den Anteil an einem Haus in

Quelichorne, das der verstorbene Berthold von Otterstede dem

genannten Kloster und dem Kloster Lilienthal gemeinsam übertrug.

(Regesten der Erzbischöfe von Bremen Nr. 1145)

 

1288

Klosterprobst Bernhard von Wölpe kauft zum Nutzen des Klosters

Zeven für 250 m Bremer Silber die curiaTvelechorn cum suis attentiis.

Die Nonnen geben zu dem Kauf 77 m Bremer Silber, die ihnen der

verstorbene Probst Siegfried vermacht hatte. Sie erhielten dafür aus

dem Hof jährlich 20 modios Roggen Stader Maß, fiir deren Erlös Klei-

dungsstücke angeschafft werden sollten. (Zevener Urkundenb. Nr. 28)

 

1294

Knappe Erich von Scoliske überläiSt dem Kloster Zeven ein Haus in

Quelichorne für 25 Mark. (Zevener Urkundenb. Nr. 30)

 

1295

Markgraf Otto von Brandenburg schenkt dem Kloster Zeven sein

Obereigentumsrecht an der Curie Quelichorne, welche einst Graf

Burchard von Wölpe von ihm zu Lehen getragen hat. (Zevener Urkun-

den 32)

 

1354

Knappe Hermannus Duvel verkauft dem Kloster Lilienthal die Leib-

eigenen Hermannus Sceven und Frau Mathilde, dazu deren Sohn

Johannes und aui5erdem Henricus Helt für 14 Mark. Diese bearbeiten

die Besitzungen in Quelichorne.

 

1448

Adelheit, Witwe Diedrichs von dem Werve, vermacht dem Kloster

Zeven ein Gut in Quelechorne. (Zevener Urkunden 126)

 

1494

Der Abt von Rastede belehnt Erasmus von Otterstede mit einem Hof

zu Quelinghorne. (Oldenburger Urkunden, Kloster Rastede)

 

1528

Der Knäppe Clawes von Otterstede, Lehnsmann des Klosters Rastede,

überträgt seinem Vetter Johann Fresen seine Lehen, u.a. einen Hof in

Twillichorne. (Oldenburger Urkunde 212)

 

1529

Der letzte Abt von Rastede ist mit der Belehnung des Johann Fresen

nicht einverstanden und übergibt den Hof an die Brüder Zahrenhusen.

(Urkunde 213)

 

1530

Graf Christoph von Oldenburg, seit 1529 der neue Abt vom Kloster

Rastede, übergibt die den Brüdern Zahrenhusen übertragenen Höfe

dem Clawes Fresen. (Oldenburger Urkunden Nr. 214). Seine Erben

 behielten den Zehnten bis 1845.

 

1535

Der ,,Sechszehnpfennigschatz", eine Schätzung zur Vermögensabgabe

an den Erzbischof Christoph von Bremen, wird durchgeführt. Es wer-

den Namen für elf Quelkhorner Meierhöfe genannt.

Das Kloster Zeven hat in Quelkhorn folgende Pflichtige:

Clawes Dethmers (Peters)

Hermen Barteld (Engeln)

Jurgen Mertens Uürgens)

Lutke Mertens (Lüttens)

Steffen Pepers (Blankens)

Hermen Lippeld (Hoins)

Johan Mertens (Heitmanns)

 

1562

Der ,,Willkomschatz" wird durchgeführt: In Quelkhorn werden zehn

Halbhöfner und ein Vollhof (zusammen sechs Vollhöfe) genannt.

 

1615

Halbhöfner des Klosters Zeven sind:Woler Dithmers, Herman Bartels,

Heinrich Martens, Clawes Martens, Michel Pepers und Clawes Lippels,

dazu der KöthnerTitke Martens.

 

1636

Schatzliste: Elf Halbhöfe und zwei Köthner (Heitmanns und Bors).

 

1638

Kaiserliche Truppen unter General Gallas riicken in die Kirchspiele

Achim undWilstedt ein. Sie zerstören sechs von dreizehn Quelkhorner

Höfen.

 

1648

Schweden erhält im WestEalischen Frieden die ehemaligen Bistümer

Bremen (nicht die Stadt) und Verden als weltliche Herzogtümer. Stade

wird Gerichts- und Verwaltungsstadt. Das oberste Appellationsgericht

hat seinen Sitz im mecklenburgischen Wismar, welches noch bis 1803

zu Schweden gehört.

 

1712

Die Herzogtümer fallen für drei Jahre an Dänemark.

 

1715

Beide Herzogtümer kommen zum Kurfürstentum Hannover, das sich

bis 1837 in Personalunion mit dem Königreich Großbritannien befin-

det.

 

1744

Teile des von Quelkhorner Bauleuten und Köthnern genutzten

,,Kurzen Moores" werden an Fischerhuder Einwohner zu Meierrecht

vergeben.

 

1760

Brandkassen- und Hausnummern werden eingeführt.

 

1765

In der Surheide werden Neubauern angesiedelt.

 

1756-1763

Quelkhorn leidet durch Truppeneinquartierung im Siebenjährigen

Krieg.

 

1806-1813

Der Elbe-Weserraum wird ein französisches Departement (Nr.129).

Quelkhorn gehört zum Arrondissement Bremen, Canton Ottersberg,

Mairie (Bürgermeisteramt) Fischerhude.

 

1832

Rezeß über die ,,Quelkhorner Spezialtheilung".

 

1852

Eine Volkszählung wird durchgeführt.

 

1855

Wilhelmshausen und Surheide kommen zur Kirchengemeinde Fischer

hude.

 

1856

Rezeß über die Verkoppelung des Ackerlandes in Quelkhorn.

 

1859

Das Amt Ottersberg wird aufgelöst. Quelkhorn wird dem Amt Zeven

zugeteilt.

 

1866

Das Königreich Hannover wird von Preußen annektiert.

 

1868

Auch Quelkhorn Iöst sich von der Kirchengemeinde Wilstedt und

schließt sich Fischerhude an.

 

 

1868

Teile auf dem Simsothsberg werden an 18 Quelkhorner Anbauern und

Häuslinge verlost.

 

1869

Der Quelkhorner Friedhof wird angelegt.

 

1880

Quelkhorn wird dem Amt Achim (ab 1885: Kreis Achim) zugcordnet.

 

1920

Der große Brand.

 

1932

Die Kreise Achim und Verden werden zusammengelegt zum neuen

Kreis Verden mit Kreissitz in Verden.

 

Kriegsende 1945 in Quelkhorn

Aus Erinnerungen und Berichten

 

29 April 1945

Das Dorf wird durch britische Truppen beschossen.

 

1967

Die Mittelpunktsschule in Quelkhorn wird gebaut.

 

1968

Die Gemeinden Fischerhude und Quelkhorn werden zusammen

gelegt.

 

1972

Die Großgemeinde Ottersberg entsteht.

 

1999

Quelkhorn begeht sein 875-jähriges Bestehen.

 

03,07,2000

Quelkhorn ist im Internet.

 

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